Meditationswochenende mit Michael Peterssen „Metta kultivieren – die Befreiung von leidbringender Selbstbezogenheit“ vom 13. bis 15. November 2026
Freitag, 13. November, 18 Uhr bis ca. 21 Uhr
Samstag, 14. November, 10 Uhr bis 18 Uhr
Sonntag, 15. November, 10 Uhr bis 16 Uhr)
„Wer auch nur einen Augenblick lang liebevolle Einstellung entfaltet, der bemüht sich um die Verwirklichung der Lehre und seine Übung ist nicht vergebens. Aber noch mehr gilt das für den, der sich immer wieder um eine liebevolle Einstellung bemüht.“
(Angereihte Sammlung des Pali-Kanons 1:6:4)
In den alten buddhistischen Schriften wird Freundlichkeit, Wohlwollen, Sympathie, Zugewandtheit, Verbundenheit, liebende Güte, in der altindischen Pali-Sprache metta genannt, als „erhabenes Verweilen“ oder „Wohnstätte der Götter“ (brahma vihara) bezeichnet. Wohnstätte der Götter, weil metta ein Aspekt eines glücklichen Lebens ist. Zudem legt sie den Grund für die buddhistische Ethik und bildet das Fundament für weitere „erhabene Verweilungen“, nämlich Mitgefühl, (Mit-)Freude und Gleichmut. Metta zu kultivieren wird daher allen Praktizierenden ans Herz gelegt.
Für metta wie für die anderen brahma viharas gibt es in den buddhistischen Traditionen eigene Meditationpraktiken. Das zeigt, für wie bedeutsam diese Geisteshaltungen gehalten werden.
Das Seminar wird sich eingehend mit der Kultivierung von metta beschäftigen und sich dabei an den drei Ebenen der Weisheitsentwicklung orientieren. Es wird
• ein klares Verständnis vermitteln, was mit metta gemeint ist (die Ebene des Aufnehmens der Lehre durch Hören und Lesen),
• praktische Anleitungen geben, wie man sich existenziell tiefer auf metta einlassen kann (die Ebene des Aneignens durch Reflexion & Kontemplation)
• und unterschiedliche Arten meditativer Methoden vorstellen und einüben (die Ebene der meditativen Verwirklichung).
• Außerdem soll es Hinweise geben wie man mittels der Metta-Meditation in tiefere Sammlungszustände eintreten kann.
Die Teilnahme ist nur an der ganzen Veranstaltung möglich.
Michael Peterssen
MichaelPeterssen meditiert seit etwa 1975. Etwa acht Jahre lang praktizierte er Zen. Später gehörte es 15 Jahre lang dem Buddhistischen Orden Triratna an (ehemals ‚Westlicher Buddhistischer Orden‘). Danach besuchte er 10 Jahre lang längere Meditationsretreats im Schweigen, hauptsächlich bei der Insight Meditation Society in den USA unter Anleitung von Joseph Goldstein und anderen Lehrern. Er unterrichtete u.a. viele Jahre lang an der Buddhistischen Akademie in Berlin. Seit 1994 leitet er Seminare mit den Schwerpunkten Meditation, Kontemplation und Textstudium. Michael Peterssen interessiert sich besonders für die Kernlehren des Buddha und deren Verbindung zur abendländischen Philosophie, den frühen Buddhismus, die Dharmakontemplation und die Achtsamkeits- und Einsichtsmeditation (Satipatthana Vipassana).
Kosten
Kursgebühr € 120,- (Rentner und Arbeitslose € 90,-, Schüler, Lehrlinge, Studenten, Hartz-IV- und Sozialhilfeempfänger € 60,-. Die Ermäßigungen sollen es Menschen mit geringerem Einkommen ermöglichen, die Veranstaltung zu besuchen. Wer finanziell gut gestellt ist, sollte davon keinen Gebrauch machen.) Mit der Kursgebühr bezahlen sie Fahrtkosten, Unterbringung, Verpflegung und Honorar des Lehrers, außerdem die organisatorischen Kosten unseres Vereins sowie Ihre eigene Verpflegung während der Veranstaltung.
Organisatorisches
Das Meditationswochenende findet in unserem buddhistischen Zentrum in der Brassertstr. 5, 45130 Essen statt.
Bei Teilnahme am Meditationswochenende bitten wir um eine vorherige Anmeldung unter freierbuddhismus@t-online.de oder Tel. 0170 7532 735. Auch Fragen werden gerne beantwortet. Der Vortrag kann ohne vorherige Anmeldung besucht werden.
In den Pausen der Veranstaltung werden wir nicht reden, um die Konzentration nicht zu beeinträchtigen. Allerdings können Michael Peterssen und der organisatorische Leiter Thomas Hamann jederzeit bei organisatorischen oder persönlichen Fragen angesprochen werden. Die Teilnahme ist nur an der gesamten Veranstaltung möglich.